Prof. Philipp Stubenrauch
Philipp Stubenrauch ist Solokontrabassist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
Er begann im Alter von 13 Jahren mit dem Kontrabassspiel und gewann bereits kurz darauf zweimal den ersten Bundespreis Jugend Musiziert. Nach Studien bei Günter Klaus und Franco Petracchi wurde er mit 25 Jahren erster Solokontrabassist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Unter Leitung von Chefdirigent Mariss Jansons führte er hier unter anderem das Kontrabasskonzert von J. B. Vanhal auf. Als Kammermusiker trat er u. a. mit Valery Afanassiev, Maria João Pires, Baiba Skride und Maximilian Hornung auf. Zusammen mit Kollegen der Münchner Musikhochschule gründete er 2016 das Piazzolla-Ensemble ESCUALO5. Philipp ist Dozent beim Bayerischen Landesjugendorchester, beim Schleswig-Holstein Musikfestival und gab bereits Meisterkurse in Brasilien, Spanien, Tokyo und Peking. Bis 2022 war er über zehn Jahre lang an der Hochschule für Musik und Theater München tätig. Zu den Bayerischen Basstagen war er mehrmals als Solist und Dozent eigeladen.
Ida Nielsen
Als eine der Top-10-Bassisten der Welt gilt Ida Nielsen heute als eine der prägendsten Funk-Musikerinnen ihrer Generation. Internationale Bekanntheit erlangte die dänische Ausnahmebassistin vor allem durch ihre enge Zusammenarbeit mit Prince, der sie 2010 persönlich nach Paisley Park einlud. Was als Jam-Session begann, wurde zu einer sechsjährigen, intensiven musikalischen Partnerschaft bis zu seinem Tod 2016 – eine Zeit, die Nielsen selbst als „magische Reise“ und lebensverändernde Erfahrung beschreibt.
Prince erkannte nicht nur ihr außergewöhnliches Slap-Bass-Talent, sondern auch ihre künstlerische Eigenständigkeit. Von ihm lernte sie, kompromisslos mit dem Herzen zu spielen und musikalische Grenzen zu sprengen. Diese Haltung prägt bis heute ihren Sound: druckvoller Old-School-Funk, Virtuosität, Bühnenpräsenz und kreative Vielseitigkeit.
Geboren in Aarhus und ausgebildet an der Royal Danish Academy of Music, entwickelte Ida früh ihre Leidenschaft für Groove und Performance. Doch es war die Zusammenarbeit mit Prince, die sie international ins Rampenlicht katapultierte und nachhaltig formte. Heute steht sie für modernen Funk mit Haltung – kraftvoll, authentisch und mit unverkennbarer Handschrift.
Prof. Petru Iuga
Petru Iuga erhielt den ersten Kontrabassunterricht in seiner Heimat Rumänien, unter anderem mit Prof. Ioan Cheptea, setzte aber dann auf Einladung von Sir Yehudi Menuhin seine Ausbildung an der International Menuhin Music Academy in Gstaad (Schweiz) fort. Es folgten weitere Studien an der Hochschule der Künste in Bern mit Prof.Bela Szedlak, sowie am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris mit Prof.Jean-Paul Celea. Petru Iuga war Mitglied des Orchestre de Chambre de Paris, Erster Kontrabassist im Münchner Kammerorchester, gastierte als Erster Kontrabassist mit dem London Symphony Orchestra. Er betreut derzeit eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellend Kunst in Mannheim und an der L’HEMU Lausanne. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und errang jeweils den Ersten Preis an den Internationalen Kontrabass-Wettbewerben in Markneukirchen, Deutschland (1999) und in Capbreton, Frankreich (2001).
Im März 2008 erschien beim CD-Label Denon eine Einspielung des Forellenquintetts von Franz Schubert mit dem Carmina-Quartett und Petru Iuga.
Prof. Daxun Zang
Professor DaXun Zhang ist ein Genie auf dem Kontrabass. Er ist als Solist mit dem Minnesota Orchestra, dem Orchestra of St. Luke’s, dem Tokyo Symphony, dem Edmonton Symphony Orchestra und dem Pacific Symphony aufgetreten. Er gab Recitals in den USA, Kanada, Panama, Japan, Korea und China. Als Kammermusiker wirkte er bei Musikfestivals wie dem La Jolla SummerFest, Music@Menlo, Strings in Mountains und Vancouver Summer Combustion mit und war Mitglied der Chamber Music Society of Lincoln Center Two. Er gewann unter anderem ein Avery Fisher Career Grant, die Young Concert Artists International Auditions, den La Jolla Music Society Prize, den Orchestra New England Soloist Prize, den Fergus Prize, den 2003 WAMSO Competition, den International Society of Bassists Solo Competition sowie den Hauptpreis des American String Teachers Association National Solo Competition.
Zhang ist außerdem umfangreich mit dem Silk Road Project aufgetreten. Zu seinen Einspielungen zählen Bassic Bach und Ditto; für Deutsche Grammophon nahm er Pressler Connection sowie zwei Alben mit Yo-Yo Ma und dem Silk Road Ensemble auf, New Impossibilities und Silk Road Journeys: Beyond the Horizon.
Zhang stammt aus einer Bassistenfamilie in Harbin, China. Er begann im Alter von neun Jahren mit dem Kontrabassspiel und studierte mit elf Jahren am Central Conservatory of Music in Peking. Später setzte er seine Studien in den USA an der Interlochen Arts Academy fort und erhielt sein Künstlerdiplom an der Indiana University School of Music, wo er bei Lawrence Hurst studierte. Er war Mitglied des Lehrkörpers der Northwestern University und zuvor außerordentlicher Professor für Kontrabass an der University of Texas at Austin. Im Herbst 2019 wechselte er als festes Fakultätsmitglied an die Tianjin Juilliard School.
Blai Gumí Roca
Blai Gumí Roca erhielt seinen ersten Kontrabassunterricht im Alter von fünf Jahren. Sein Studium begann er bei Oriol Martí und Xavier Puertas am Konservatorium in Barcelona. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Nabil Shehata und Wies de Boevé fort, die er 2019 erfolgreich abschloss.
Er spielte in renommierten Orchestern wie dem West-Eastern Divan Orchestra und dem UNESCO Orchestra und war als Akademist beim Mahler Chamber Orchestra tätig. Darüber hinaus erhielt er künstlerische Impulse von bedeutenden Kontrabassisten wie Esko Laine, Klaus Stoll, Dorin Marc, Alberto Boccini, Heinrich Braun, Toni Garcia, Jonathan Camps und Andrew Ackerman.
Als Solist trat er unter anderem mit dem Bundesjugendorchester Andorra sowie dem Symphonieorchester des Konservatoriums von Barcelona auf. Er ist zudem Preisträger mehrerer Wettbewerbe.
Von 2017 bis 2019 war er Akademist in der Hermann-Levi-Akademie des Bayerischen Staatsorchesters. Seit 2020 ist er Solokontrabassist im Bayerischen Staatsorchester und seit 2024 spielt er in dem legendären Kontrabass Quartett „The Bassmonsters“
Bruce Gertz
Seit 1976 prägt Bruce Gertz als Professor für Bass am Berklee College of Music Generationen von Musiker:innen weltweit. Seine herausragende Arbeit in der Musikpädagogik wurde von der International Association of Jazz Educatorssowie dem Jazz Education Network mehrfach ausgezeichnet. Darüber hinaus engagiert er sich im Beirat der International Society of Bassists und als Juror beim Clark Terry UNH Jazzer's Festival.
International bekannt für seine meisterhafte Beherrschung des Kontrabasses, wurde Gertz von den Boston Music Awardsals „Outstanding Bassist“ geehrt. Neben seiner Konzerttätigkeit arbeitet er als Autor von sechs Fachbüchern und als Mitherausgeber des Bass World Magazine. Als Bandleader veröffentlichte er über zwanzig Alben. Gemeinsam mit Claus Freudenstein wurde er für den American Songwriter Award nominiert – ein Beleg für seine kreative Vielseitigkeit.
Prof. Marvin Wagner
Marvin Wagner erhielt mit acht Jahren seinen ersten Kontrabassunterricht bei Erich Hehenberger. Nach seiner Matura im Jahr 2012 begann er sein künstlerisches Studium bei Prof. Dorin Marc. Während seiner Ausbildung wurde er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie sowie des Gustav Mahler Jugendorchesters. 2017 setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Janne Saksala fort und vertiefte seine Ausbildung durch Meisterkurse bei Prof. Paradzik und Prof. McTier.
2014 wurde Marvin Wagner mit dem 1. Preis beim 8. Internationalen Johann-Matthias-Sperger-Wettbewerb für Kontrabass ausgezeichnet. Als Solist konzertierte er unter anderem mit den Bad Reichenhaller Philharmonikern, dem Westböhmischen Symphonieorchester Marienbad, der Philharmonie Baden-Baden und dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Er war mehrfacher Stipendiat der Peter-Pirazzi-Stiftung sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Neben seiner Tätigkeit als Solokontrabassist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und Assistent von Prof. Janne Saksala an der Universität der Künste Berlin ist er regelmäßig als Gast-Solobassist bei renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin sowie der Deutschen Oper tätig. Mit dem Wintersemester 2026/27 wurde Marvin Wagner als Professor für Kontrabass an die Kunstuniversität Graz berufen.
Wilmar De Visser
Neben seiner Tätigkeit als Solo-Kontrabassist beim Radio Philharmonisch Orkest tritt Wilmar de Visser sowohl am Kontrabass als auch am E-Bass mit einer Vielzahl von Orchestern, Ensembles und Bands auf – einige davon hat er selbst gegründet.
Ungebunden an Genregrenzen und angetrieben von einer außergewöhnlich breit gefächerten musikalischen Neugier betrachtet er die Welt als seine Bühne. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit einem beeindruckenden Spektrum führender Musikerinnen und Musiker zusammen – vom kenianischen Sänger Ayub Ogada über die Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan bis hin zum Cellisten Jordi Savall – und konzertierte in renommierten Sälen in Amsterdam (Niederlande), Vitória (Brasilien), Neu-Delhi (Indien) und Cotonou (Benin).
Als Initiator und Gründer von Splendor Amsterdam (Amsterdam Prize for the Arts, 2015) sowie Mitbegründer des Musikerkollektivs LUDWIG (Grammy Award, 2018) zählt Wilmar de Visser zu den prägenden Persönlichkeiten für Innovation und künstlerisches Unternehmertum in der internationalen Musikwelt.
Andreas Kurz
Andreas Kurz gehört zu den gefragtesten Jazz-Bassisten Deutschlands. Er studierte in München an der Hochschule für Musik und Theater bei Prof. Klaus Trumpf sowie am Richard Strauss Konservatorium bei Paolo Cardoso. Bereits vor seiner Studienzeit war Kurz Mitglied des »Bayerischen landesJugendJazzOrchesters« und des »BundesJugendJazzOrchesters«. Mit der Band »Sidewinders« wurde er 1999 Bundessieger bei »Jugend Jazzt« und gewann 2001 den Biberacher Jazzpreis. Im laufe seiner Karriere spielte er unter anderem mit Größen wie Benny Golson, Rick Margitza, Vincent Herring, Don Friedman, lynne Arriale, Karl Ratzer, Joe locke, John Betsch, John Hollenbeck, Fritz Pauer, Ralph lalama, Rudi Mahall, Nicholas Simion, Alan Jones, Miles Griffith, Nils Wogram, Rob Pronk, John Taylor, Bill Elgart, Wolfgang Haffner, Charly Antolini, Gustl Mayer, Dusko Goykovich, Ferdinand Powell, Paul Kuhn, Johannes Enders, Jamie Cullum, Max Mutzke, Peter O'Mara, Rebekka Bakken und Ack van Rooyen. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Australien, USA, Libanon, Syrien, Jordanien, Rumänien, Polen, Slowakei, Frankreich und in die Tschechische Republik. 2009 wurde Andreas Kurz mit dem »Bayerischen Kunstförderpreis« ausgezeichnet, im Jahr darauf gewann er mit dem »Tim Allhoff Trio« den »Neuen Deutschen Jazzpreis«. Kurz ist mittlerweile auf mehr als 30 CD-Produktionen zu hören. 2014 erschien sein Debut-Album unter eigenem Namen »Caught into something turning« bei Doublemoon Records.
Elisabeth Büttner
Elisabeth Büttner war Schülerin von Claus Freudenstein und studierte bei Prof. Mathias Weber und Nina Valcheva in Stuttgart. Ihre Hochschulausbildung beendete sie an der ZHdK Zürich bei Prof. Duncan McTier mit einem Master of Arts in Music Performance (Orchester) und dem Master of Arts in Music Pedagogy, den sie 2017 mit Auszeichnung abschloss.
Als Musikerin lebt sie neben dem modernen Orchesterrepertoire besonders ihre Leidenschaft für Kammermusik und die historische Aufführungspraxis. Im Rahmen der Ensembleakademie des Freiburger Barockorchesters und Meisterkursen in Stuttgart erforschte sie den Umgang mit Darmsaiten mit Love Persson. In Zürich studierte sie Violone im Variantfach bei David Sinclair.
Ihre pädagogische Ausbildung begann Elisabeth Büttner in Stuttgart bei Song Choi und war dort als Tutorin für Kontrabass an der Stuttgarter Musikhochschule angestellt. In Zürich ergänzte sie ihre pädagogische Ausbildung unter fachdidaktischer Betreuung von Andreas Cincera. Seit August 2014 unterrichtet sie Kontrabass sowie seit 2016 Gehörbildung im Rahmen der Begabtenförderung des Kantons Thurgau an der Musikschule Weinfelden (TG).
Als freischaffende Kontrabassistin konzertiert Elisabeth Büttner regelmässig mit Schweizer Orchestern und Ensembles wie: Musikkollegium Winterthur, Camerata Bern, Swiss Orchestra, Berner Kammerorchester, Citylights Orchestra, Ensemble le buisson prospérant (Zürich/Bern), Accademia Barocca Lucernensis sowie dem Kammerorchester i tempi (Basel).
Thomas Hartmann
Thomas Hartmann begann 1986 sein Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München bei Benedikt Koehlen (Hauptfach Klavier) und Elmar Schloter (Zusatzfach Orgel) und schloss 1990 mit der Musikreifeprüfung ab. Es folgten Meisterkurse u.a. bei Jürgen Uhde, Ferenc Rhados (Klavier) und Christian Rieger (Cembalo).
2000 wurde ihm von Liselotte Orff die Carl-Orff-Medaille verliehen.
Als Kammermusik-Pianist in verschiedenen Ensembles (Ensemble Amphion), als begehrter Duo-Partner und Liedbegleiter ist er stets ein einfühlender und impulsgebender Musiker.
In den letzten Jahren beschäftigte er sich vermehrt mit der Aufführungspraxis „Alter Musik“ und dem Spiel auf historischen Instrumenten (Cembalo, Clavichord).
Als Pianist und Cembalist ist er u.a. in namhaften Festivals wie den Traunsteiner Sommerkonzerte oder dem Chiemgauer Musikfrühling zu hören. Seine Leidenschaft für Jazz und improvisierte Musik konnte er in den Jazz-Formationen „Nimm Dry“, „Bellman Bande“, „Hartmann-Karger-Schöftenhuber Trio“ und in dem Spanisch-Rock-Ensemble „All Extasy“ virtuos ausleben. Als Keyboarder der Band „Crush“ und der 2002 mit dem Deutschen Rock und Pop Preis ausgezeichneten Band „Baby Palace“ sorgte er für heiße Piano-Grooves und Stimmung bei Rockkonzerten und Festivals. 2008 war er Keyboarder einer Musical-Produktion am Deutschen Theater, München.
Im Bereich des Solo Klaviers fühlt er sich vor allem der modernen jazzinspirierten Klassik und der zeitgenössischer Musik (Zusammenarbeit mit Ambitus – Gruppe für neue Musik) verpflichtet.
Neben seiner Tätigkeit als Pianist konzertiert er auch als Organist solistisch und in kammermusikalischen Besetzungen.
Eine Vielzahl „Jugend-musiziert“ Preisträger, professionelle Musiker, sowie leidenschaftliche Hobbymusiker brachte seine pädagogische Arbeit als Klavierlehrer an der Musikschule Traunreut und als Privat-Lehrer hervor.
Sein umfassendes kompositorisches Oeuvre reicht von Symphonischen Werken (Solo-Konzerte), verschiedensten kammermusikalische Besetzungen (vom Duo bis Dezett) über Jazz-Band Kompositionen bis zu Musiktheater Produktionen.
Inzwischen werden seine Werke bei namhaften Festivals wie z.B. Chiemgauer Musikfrühling, Traunsteiner Sommerkonzerte, Oberbayerische Kulturtage oder Jazzweekend Regensburg gespielt.
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